... wenn es dunkel wird

Verloschene Kerze

Niemand macht mehr das Licht an -

Für niemanden mache ich das Licht an -

allein - einsam - plötzlich war das Lebenslicht aus -

Was ist nun mit meinem Leben?

Wer ist noch da?

Wer ist denn da noch?

Warum konnte ich nicht zuerst gehen?

Jetzt sitze ich hier - allein - um mich ist es dunkel, leer und tot - was für eine Ungerechtigkeit!

Mich schaudert's - Kälte zieht ein?

Was soll werden?

Lange, leere, öde, einsame Tage?

Warten....? Worauf?

Mein eigenes Sterben?

Was ist noch wichtig?   -   Was ist wichtig?


Entsetzen, Traurigkeit, Angst, Hilflosigkeit, Ohnmacht, Wut, Sinnlosigkeit, große Müdigkeit, Unruhe, Rastlosigkeit, Aufgekratztsein, Einsamkeit, Verständnislosigkeit... das alles und noch mehr begegnet uns, wenn wir einen Menschen verlieren. Einen Menschen, mit dem wir Jahre unseres Lebens verbracht haben, oder auch nur wenige Monate oder Tage. Ein Mensch, mit dem wir verbunden waren. Wir kannten und schätzten einander, haben Tage des anderen miterlebt, sind durch unterschiedlichste Umstände mitgegangen. Es war vielleicht Ihr Ehemann oder Ihre Ehefrau, Eltern, Kinder, ein guter Freund oder gute Freundin. Selbst ein vierbeiniger Freund lässt mich die eigene Vergänglichkeit erleben und hinterlässt eine Leere in meinem Tag!

In einer Welt, in der Jugend und Leistungsfähigkeit die Standards unseres Lebens sind oder sein sollen, wird das Thema Sterben, Tod und Trauer stark tabuisiert - und doch trifft gerade diese Thematik jeden Menschen, egal ob alt oder jung, arm oder reich, Frau oder Mann, weiß oder schwarz, religiös, konfessionslos oder ohne irgendeinen Glauben...

Gehen wir gemeinsam Ihren Fragen, Ihren Gefühlen und Erlebnissen nach. Nehmen Sie sich ernst mit allem, was sie denken und fühlen. Geben Sie sich Raum und Zeit, die Intensität Ihrer Situation bewusst zu erleben. Bleiben Sie dabei nicht allein.